Wir sind für Sie da!
01805 − 99 81 81
€ 0,14/Minute aus dem dt. Festnetz,
Mobilfunk max. 0,42 €/Min
Service-Hotline
- Montag-Freitag
- 08:00 - 23:00 Uhr
- Samstag
- 10:00 - 22:00 Uhr
- Sonn-/Feiertag
- 11:00 - 22:00 Uhr
Email: serviceteam@ferienwelt.de
Wer ist wer in der Luft?
Die Luftfahrtbranche wurde in den letzten Jahren kräftig durcheinandergewirbelt. Neue Abkommen, die die vorherige Marktführerschaft der nationalen Airlines begrenzten, ermöglichten den Aufstieg der sogenannten Billigairlines, die kreuz und quer durch Europa fliegen. Die „Großen“ wurden gezwungen umzudenken und in zahlreichen Fällen profitierten Fluggäste von stark gesunkenen Preisen auf stark frequentierten Strecken, auf denen die Preise zuvor künstlich hochgehalten wurden. Andere Zielorte wurden durch die Billigflieger erst als interessante Urlaubsorte etabliert und der Städtetourismus erlebte einen Aufwind. Doch dem Boom unter den Billigairlines folgte bald die Ernüchterung und viele kleine Airlines mussten schon bald wieder aufgeben oder wurden von den Marktführern geschluckt. Frühere Chartergesellschaften wie LTU und Hapag-Lloyd verschwanden durch Fusionen von der Bildfläche. Während die großen Linienfluggesellschaften ihre Angebote oft abbauten um finanziell mithalten zu können, haben die Billigairlines altbekannte Komforts, die zunächst nicht angeboten wurden, wieder aufgenommen. Die Grenzen sind heute scheinbar fließend. Dieser Führer nimmt nicht für sich in Anspruch die Qualität jeder Airline zu beschreiben – jeder Fluggast hat ohnehin andere Bedürfnisse, die ihm wichtig sind. Hier geht es nur um einen Überblick über die Gesellschaften, die heute Flüge von und nach Deutschland anbieten.
Die deutschen Marktführer:
Lufthansa – Die große deutsche Linienfluggesellschaft, die als Mitglied der Star Alliance zu den „Global Players“ am Luftverkehrsmarkt gehört. Fliegt Ziele weltweit an und dies oft auch genauso günstig wenn nicht noch günstiger als die Billigflieger. Gilt auf der Langstrecke jedoch als ziemlich teuer und verdient vor allem gut mit Geschäftsreisenden in der Business Class.
Air Berlin – Hat sich mittlerweile als Nr.1 unter den Billigfliegern in Deutschland etabliert und in den letzten Jahren stark expandiert. Gegründet wurde Air Berlin 1979 in den USA, da zu jener Zeit nur Flugzeuge der Siegermächte in Berlin starten und landen durften, betrieb jedoch vor allem Charterflüge von Berlin aus ans Mittelmeer. Als die Alliierten nach der deutschen Wiedervereinigung ihre Sonderrechte verloren, mussten die Eigentümer Air Berlin in eine deutsche Gesellschaft umwandeln. Air Berlin nutzte auch als erstes die Chancen des expandierenden deutschen Flugverkehrs und stationierte Charterflugzeuge auf Provinzflughäfen wie Nürnberg, Münster/Osnabrück und Paderborn. Mit der Einführung des „Mallorca Shuttle“ 1998 war Air Berlin auch der Vorreiter unter den deutschen Billigfliegern. Zur Jahrtausendwende wurden neue Flugzeuge bestellt und das Mallorca-Prinzip als „Euro Shuttle“ auf ganz Europa ausgeweitet. Als die ersten Billig Airlines auf dem heißumkämpften Markt scheiterten, stand Air Berlin bereit um Strecken und Flugzeuge aufzukaufen, darunter Germania Express und kurz darauf DBA, die aus der deutschen Tochter von British Airways hervorgegangen war (ein anderes Überbleibsel der Alliertenzeit). Im August 2007 übernahm Air Berlin schließlich auch die traditionsreiche Charterfluggesellschaft LTU in Düsseldorf, die nun auch Langstreckenflüge für Air Berlin ermöglicht. Mit neuem Logo und neuem Slogan hat sich Air Berlin nun als zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft und drittgrößter europäischer Billigflieger etabliert. Für 2009 peilt Air Berlin auch die Übernahme der ehemaligen Lufthansa-Charter-Tochter Condor an, die derzeit zum Thomas Cook-Touristikkonzern gehört, doch eine Erlaubnis vom Kartellamt steht noch aus.
Air Berlin beeindruckte die Geiz ist Geil-Mentalität der Deutschen vor allem damit, dass es als einzige Billigairline nach wie vor kostenlose Sandwiches im Flugzeug servierte, statt fürs Essen Geld zu verlangen. Alles was über bloße Sandwiches hinausgeht, muß jedoch weiterhin kostenpflichtig vorbestellt werden. Beim Buchen von Air Berlin-Flügen sollte man jedoch höllisch aufpassen, denn oft gehört eine Zwischenlandung oder sogar ein Umsteigen dazu.
Tuifly - Der urige Zungenbrecher ist aus der Fusion der Charterfluggesellschaft Hapag-Lloyd mit dem Billigflieger Hapag-Lloyd Express hervorgegangen, die beide unter dem Dach des Reiseveranstalters TUI fliegen und vor allem die typischen Touristenziele auf der Kurz- und Mittelstrecke anbieten. Da TUI und Lufthansa den geplanten Condor-Kauf von Air Berlin mit Skepsis beäugen, könnte es dazu kommen, dass die Lufthansa-Billig-Tochter Germanwings im nächsten Jahr mit Tuifly zusammengelegt wird um die eigene Allianz zu stärken.
Germanwings – Gehört bislang noch der Lufthansa, die mit ihrer Billigtochter vor allem die Konkurrenz ärgern wollte, dies aber sehr erfolgreich, da Germanwings nicht nur touristische Orte anfliegt, sondern auch viele große Städte und nun auch verstärkt Ziele in Osteuropa. Als letzte deutsche Billigfluglinie schafft auch Germanwings 2008 die freie Sitzplatzwahl wieder ab, so dass das lästige Gedrängel der Hektiker am Gate entfällt.
Ryanair – Die Übermutter aller Billigflieger. Kommt eigentlich aus Irland und machte sich als eine der ersten die neuen Open Skies-Regelungen in Europa zunutze, wonach jede europäische Airline in jedem europäischen Land starten und landen darf und nicht mehr vom Heimatland aus (und dahin zurück). Ryanair setzte dabei vor allem auf die Nutzung kleiner billiger Flughäfen, die in meisten Fällen etliche Kilometer vom beworbenen Zielort entfernt liegen. So wird der deutsche Hauptsitz von Ryanair als „Frankfurt-Hahn“ bezeichnet, obwohl der Flughafen Hahn im tiefsten Hunsrück 120km von Frankfurt entfernt liegt. Ryanair ist auch meistens der Vorreiter wenn es darum geht weitere Sparpotenziale zu entdecken – so waren die Iren die ersten, die schon für das erste Gepäckstück, das eingecheckt wird, Geld verlangen (allerdings kann man bis zu 10kg Handgepäck kostenlos mitnehmen, was für viele Kurztrips ja vollkommen reicht). Wer sich über die Nebenkosten und die oft irreführenden Zielangaben im Klaren ist, kann bei Ryanair günstige Schnäppchen machen.
EasyJet – Neben Ryanair die zweite große Billigairline der Gründerzeit die überlebt hat. Gehört einem in London lebenden Griechen, der mit dem quietsch-orangenen „Easy“-Label eine ganze Kette von Billigerzeugnissen ins Leben gerufen hat, darunter auch Easy-Internetcafes, EasyCruises und jetzt die EasyHotels.
FlyNiki – Das zweite Projekt von Österreichs Formel Eins-Held Niki Lauda, der seine Lauda Air an Austrian Airlines verkaufte. 2003 übernahm er die pleitegegangene deutsche Charterfluggesellschaft Aero Lloyd und wandelte diese in NIKI Luftfahrt GmbH um. Ein Jahr später stieg Air Berlin als Partner ein. Heute bietet FlyNiki vor allem Billigflüge nach Österreich an.
SunExpress – Ein Kind von Turkish Airlines und dem Touristikunternehmen Thomas Cook, der günstige Flüge in die Türkei anbietet.
Wizz Air – die knallbunten Wizz Air-Flieger kommen ursprünglich aus Ungarn und bieten nun von mehreren deutschen Flughäfen aus Flüge nach Osteuropa an.


