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Charterflüge - Ab in den Urlaub!
Nach einigen Jahren des abnehmenden Interesses und starker Konkurrenz durch die Billigflieger, erleben klassische Charterflüge derzeit eine Renaissance.
Charterflüge zeichnen sich dadurch aus, dass sie fast nur Urlaubsziele anfliegen und der größte Teil der Sitze von Reiseveranstaltern im Paket mit Hotelübernachtungen am Urlaubsziel verkauft wird. Erst in den letzten Jahren erlaubten neue Regelungen den Fluggesellschaften Tickets für Charterflüge auch direkt an Passagiere zu verkaufen.
Was sind Charterflüge?
Da die Linienflug-Gesellschaften in den ersten Jahrzehnten der Luftfahrt vor allem die großen Metropolen anflogen und nur selten die Provinzflughäfen in Urlaubsregionen, wurden in der ersten Boomphase des Pauschaltourismus Charterfluggesellschaften gegründet, die ihre Flugzeuge den Reiseveranstaltern zur Verfügung stellten um direkt in die Urlaubsregionen der Welt zu fliegen, z.B. am Mittelmeer. In Deutschland waren dies vor allem die in Düsseldorf ansässige LTU und die Fluglinie der Hapag-Lloyd. Linienflug-Marktführer Lufthansa gründete eine eigene Charterfluglinie unter dem Namen Condor. Nach einer üppigen Wachstumsphase die bis Ende der 80'er Jahre dauerte, nahm die Bedeutung der Charterflüge ab. Linienflieger steuerten touristisch interessante Ziele an, neue Billigflieger drängten auf den Markt. Zugleich wurden Touristen immer flexibler und die Bedeutung der klassischen "Zwei Wochen Mallorca pauschal"-Reise mit Flug, Hotel und Reiseleitung nahm ab. Eine Liberalisierung des Luftverkehrs ermöglichte es den Charterfluglinien Anfang der 90'er, freigebliebene Sitzplätze direkt an Passagiere zu verkaufen, wodurch sich die Angebote kaum noch von denen der Linien- und Billigflieger unterschieden.
Die großen Tourismuskonzerne wie TUI und Thomas Cook sind mittlerweile bei den Airlines eingestiegen um sie unter der Dachmarke zu führen. So entstand aus Hapag-Lloyd und dem Billigflieger Hapag-Lloyd Express die Charterfluglinie Tuifly und die ehemalige Lufthansa-Tochter Condor fliegt für Thomas Cook. Die ehemals größte Charterfluglinie LTU ist in Air Berlin aufgegangen.
Was gilt es für Charterflüge zu beachten?
Charterflüge die in der Hauptferienzeit eingesetzt werden, greifen auf zusätzliche Slots für Start und Landung am Flughafen zurück - diese Slots liegen oft sehr früh oder sehr spät, um den normalen Flugbetrieb nicht zu stören. Achten Sie auf die Abflugzeit und ziehen Sie ggf. eine Übernachtung am Flughafen in Erwägung, wenn Sie extrem früh losfliegen. Se können nicht erholt in den Urlaub starten, wenn Sie um drei Uhr nachts aufstehen müssen um einen Flug um sechs Uhr morgens zu bekommen.
Die meisten Charterflieger bieten heute zumindest auf der Lang- und Mittelstrecke eine Art Business Class an, die unter Namen wie "Comfort Class" (Condor) oder "Premium Economy" (Air Berlin) daherkommt und Ihnen einen bequemen Flug mit viel Beinfreiheit und zusätzlichem Service sichert. Die Aufpreise nicht oft gar nicht hoch - überlegen Sie sich, ob Sie sich die Investition wert sind, um ausgeruht am Urlaubsort (und später wieder zuhause) anzukommen.
Wer keine Comfort Class buchen mag, sollte beim Essen aufpassen: Bei kurzen Strecken ist die Bordverpflegung oft nicht im Preis einbegriffen und auch auf längeren Strecken wird man mit einem kleinen Snack abgespeist. Auf der Website der Airlines kann man jedoch leckere Mahlzeiten vorbestellen - gegen Aufpreis versteht sich.
Auch für Charterflüge gibt es Bonusmeilen-Programme: Wer oft und gerne mit der gleichen Airline fliegt, sollte sich für Treueprorgramme wie "Bluemiles" (Tuifly) oder topbonus (Air Berlin/LTU) anmelden.

