Fragen & Antworten zu Tunesien

Wie ist es um meine Sicherheit bestellt?

FAQ
Faszinierende Wüste

Im Jahr 2002 kamen beim Bombenanschlag auf die La Ghriba-Synagoge auf der Ferieninsel Djerba 21 Touristen ums Leben, darunter 14 Deutsche. Zu der Tat bekannte sich die islamische Terrorgruppe Al-Qaida. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden seitdem verschärft, und es kam zu keinen Zwischenfällen mehr. Allerdings sollten Touristen nach wie vor auf der Hut sein.

In den verlassenen Wüstenregionen Südtunesiens, vor allem an der Grenze zu Algerien, kommt es schon einmal zu Entführungen, abgesehen davon, dass man sich leicht verirren kann – das Auswärtige Amt rät daher davon ab in dieser Gegend alleine unterwegs zu sein.  Wenn Sie die Sahara erkunden wollen, dann nur in geführten Touren per Jeep oder Kamel.

Kann ich mit dem Mietwagen das Land erkunden?

Die tunesische Infrastruktur ist gut ausgebaut, und Sie können sich mit einem Mietwagen gut fortbewegen, solange Sie die menschenleeren Sahararegionen meiden, wo Sie bei einem Unfall u.U. nicht gefunden werden oder Gefahr laufen entführt zu werden. Bequemer ist es natürlich, von den Urlaubsorten an der Küste aus an organisierten Touren teilzunehmen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie nur bei örtlichen Veranstaltern buchen, die mit Ihrer Reiseagentur zusammenarbeiten. Private Veranstalter dürfen zwar Werbung machen, sie unterliegen jedoch keiner Qualitätskontrolle und bei der Sicherheit könnte einiges im Argen liegen.  Beachten Sie die Hinweise für Autofahrer!

Wie soll ich mich in Tunesien verhalten?

FAQ
Hier macht Feilschen Spaß

Wie in anderen islamischen Ländern auch sollten Sie einige Grundregeln beachten: „Oben ohne“ ist am Strand oder Pool tabu – wenn Sie Ausflüge unternehmen oder durch die Stadt bummeln, sollten Sie auf angemessene Kleidung achten, die zumindest Schultern und Knie bedeckt. Ganz wichtig ist dies, wenn Sie Moscheen betreten wollen - fragen Sie im Zweifelsfall vorher nach, ob Sie als "Ungläubiger" überhaupt hineingelassen werden. 

Die Händler in den tunesischen Souks sind selbst für arabische Verhältnisse als aufdringlich bekannt. Lehnen Sie Einladungen zum Tee oder zum "Plaudern" bestimmt ab und lassen Sie sich nicht auf Verhandlungen ein, wenn Sie kein Interesse haben – wenn Sie einmal mit dem Feilschen begonnen haben, erwartet der Verkäufer auch einen Kauf von Ihnen.

Was ist Bezness?

Bezness hat sich in verschiedenen Urlaubsländern, vor allem im Orient, als Geschäftszweig etabliert. Offiziell bezeichnet man damit den Betrug an den Herzen potenzieller Partnerinnen/Ehefrauen – anders gesagt: Heiratsschwindel. Auch in Tunesien ist es weitverbreitet: Einheimische männliche Hotelangestellte, Kellner u.a. Herren die in der Tourismusbranche arbeiten, kümmern sich wohlwollend um alleinreisende europäische Touristinnen und machen ihnen den Hof. Sie haben dabei längst ein Gespür dafür entwickelt, wo es sich um unsichere Frauen mit wenig Selbstbewusstsein handeln, die die Aufmerksamkeit und Zuwendung aufsaugen wie der Wüstenboden den jährlichen Regen. Oft kommt es sogar zur Hochzeit – und für die Frauen geht der Ärger los. In den meisten Fällen will der Ehemann nämlich nur an das Geld der Frau und an eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis für Deutschland, um von dort aus seine Familie zu unterstützen. Behalten Sie Bezness im Hinterkopf, wenn Sie abends an der Hotelbar tunesische Liebesschwüre hören.