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Sehenswürdigkeiten in Tunesien
Seit die Phönizier ca. 800 v.Chr einen Handelsposten an der Nordspitze des heutigen Tunesiens gründeten, siedelten zahlreiche Völker hier, die die günstige Lage für die Handelsrouten aus der Sahara und über das Mittelmeer nutzten und die alle ihre Spuren hinterließen - von den Römern bis zu den französischen Kolonialherren. Tunesien besitzt heute nicht weniger als sieben historische Stätten die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören:
Vom legendären Karthago ist nicht mehr viel übrig geblieben, da die Römer die Stadt nach der Eroberung dem Erdboden gleich gemacht haben. Das heutige Carthage ist ein Villenvorort von Tunis und ist leicht mit der Schnellbahn aus zu erreichen. Im Musée National de Carthage und im Parc Archéologique sind die Spuren der Römerzeit zu besichtigen.
- Das Kolosseum von El Djem
Die einzige Ausgrabung einer vollständigen punischen Siedlung finden Sie südlich von Tunis in Kerkouane auf der Halbinsel Cap Bon, doch bis auf die Grundmauern und die Nekropole ist nicht mehr viel übrig geblieben. Sehenswert ist auch das bekannte Kolosseum von El Djem, knapp 50km südlich vom Badeort Monastir und ein beliebtes Ausflugsziel.
Die römische Siedlung von Dougga ca. 100km südwestlich von Tunis gilt als besterhaltene Römerstadt in Nordafrika, komplett mit Theatern und Tempeln, doch sie ist nicht so leicht zu erreichen. Am besten unternehmen Sie einen organisierten Tagesausflug dorthin.
Weitere UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten sind die Medinas (Altstädte) von Tunis, Sousse und Kairouan. Wenn Sie sich für die islamische Kultur interessieren, unternehmen Sie einen Ausflug nach Reqqada, nur wenige Kilometer südlich der Stadt Kairouan gelegen. In einem neugebauten Palast finden Sie das Musée National des Arts Islamiques mit zahlreichen islamischen Kunstwerken. In Kairouan selbst können Sie einen Blick auf die große Moschee (Djamaa Sidi Oqba) werfen.

- Haus in Sidi Bou Said
Die Hauptstadt Tunis lädt zu einem Besuch auf dem Souk (Markt) ein, wo Sie jedoch hart feilschen müssen. Ein Abstecher zur Großen Moschee Djammaa ez-Zitouna lohnt sich; der Zutritt ins Innere ist Nicht-Muslimen allerdings verboten. Besuchen Sie lieber das Musée National du Bardo mit der größten römischen Mosaikensammlung der Welt oder fahren Sie hinaus in der bekannte Künstlerdorf Sidi Bou Said, das auf einem Felsen am Mittelmeer liegt und seit Jahrzehnten Maler und Touristen anzieht.
Filmfans kommen in Tunesien voll auf ihre Kosten, denn viele Filme entstanden in der Wüstenkulisse der Sahara, darunter „Der englische Patient“ von Anthony Minghella und natürlich George Lucas’ weltberühmtes „Krieg der Sterne“-Epos. Beide Filme wurden in der Nähe der südtunesischen Tozeur gedreht und von dort kann man geführte Touren unternehmen, um sich einmal wie in einer weit, weit entfernten Galaxie zu fühlen und durch den Weltraumbahnhof Mos Espa zu wandern. Bei Luke Skywalker kann man sogar übernachten – die Felsenunterkünfte in der Nähe von Matmata wurden zum Sidi Driss Hotel umgebaut. George Lucas benannte seinen Wüstenplanten Tatooine übrigens nach der tunesischen Stadt Tataouine.













